(1882 - 1945)
Teodor Trajanov wurde in Pazardžik geboren. Seine Schulbildung schloss er in Sofia ab, danach studierte er an der Physikalisch-mathematischen Fakultät der Sofioter Universität (1899-1900) und an der Technischen Hochschule in Wien (1901-1908, Architektur). Als Freiwilliger nahm er an beiden Balkankriegen teil (1912, 1913). Von 1914 bis 1920 versah er an der bulgarischen Botschaft in Wien und am bulgarischen Generalkonsulat in Breslau (1922) Dienst. 1923 kehrte er nach Bulgarien zurück und widmete sich literarischen Tätigkeiten. Von 1926 bis 1933 war er Lehrer am 1. Männergymnasium in Sofia.

1899 wurden seine Verse zum ersten Mal gedruckt. Dabei arbeitete er für diverse Periodika und beteiligte sich an literarischen Sammelbänden und Anthologien: „Bălgarska antologija“ [„Bulgarische Anthologie“], 1910; „Poetična godina“ [„Poetisches Jahr“], 1915; „Naj-otbrani pesni“ [„Ausgewählte Lieder“], 1917; „Mlada Bălgaria“ [„Jung-Bulgarien“], 1922; „Odrin“ [„Edirne“], 1923, und „Lord Bajron“ [„Lord Byron“], 1924. Gemeinsam mit Ivan Radoslavov und L. Stojanov gab er Bulgariens bedeutendste symbolistische Zeitschrift, „Hyperion“ (1922-1931), heraus.

Aus Trajanovs Feder stammen folgende Gedichtbände: „Regina mortuа“ [„Regina mortuа“], 1909; „Himni i baladi“ [„Hymne und Balladen“], 1912; „Bălgarski baladi“ [„Bulgarische Balladen“], 1921; „Pesen na pesnite“ [„Lied der Lieder“], 1923; „Romantični pesni“ [„Romantische Lieder“], 1926; „Osvobodenijat čovek“ [„Der befreite Mensch“], 1929; „Pantheon“, 1934.

Viele Kritiker sind der Meinung, dass sein Gedicht „Neuer Tag“ das erste symbolistische Gedicht in der bulgarischen Literatur ist. Trajanov kann als den wichtigsten und konsequentesten Vertreter des Symbolismus in Bulgarien betrachtet werden.

Seine Werke wurden von G. Heinse, S. Ungerer-Manolova, W. Köppe, G. Bonev, Kl. D. Olof, V. Jäger u.a. ins Deutsche übertragen.

 

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